26 werchan stankeDie kämpferische Einstellung aller TeilnehmerInnen in der 5. Runde spiegelte sich darin wider, dass nur 8 von 26 Partien Remis endeten. Und davon gingen 6 Ansetzungen mit Remis in die 4. bzw. 5. Spielstunde. Am Tisch 1 spielten Lenk und Haase die Stellungen aus bis für Beide nichts mehr ging, also Remis. Ganz spannend an den vorderen Tischen verliefen die Partien zwischen Dr. Köhler/Szenetra, Kahe/Prof. Petzold, Meier/Breitfeld, E. Krüger/Bauer, Bondick/Gläser und Dr. Werchan/Stanke. Dr. Köhler war voll auf Angriff eingestellt und dann unterlief Szenetra in schwieriger Stellung ein Figureneinsteller und damit nach fast 4 Stunden Gewinn für Dr. Köhler, der jetzt als alleiniger Spitzenreiter 0,5 Punkte mehr als die Verfolger hat.

Sehenswert auch die Spielführung von Prof. Petzold in der Endphase, der Titelverteidiger Kahe keine Chance auf ein Unentschieden zuließ. Auch Meier/Breitfeld kämpften über 3 Stunden bis „alles dicht“ war. Bauer setzte E. Krüger von Anfang stark unter Druck und die Kiebitze gaben nur noch wenig auf die Stellung von Krüger. Aber da zeigte Erich Krüger, wie solche schwierigen Druckstellungen zu meistern sind. Nach genau 5 Stunden Remis. Hervorragendes Schach von Erich Krüger und Burkhard Bauer. Sehr schön auch die Stellungsführung von Gläser, die dazu führte, dass Bondick schon nach 2 Stunden aufgeben musste. Bei der Partie Dr. Werchan/Stanke legte Hans Werchan los wie die Feuerwehr. Nach 16 Zügen standen alle Leichtfiguren von Stanke auf der 7. Reihe. Im Weiteren gewann Werchan eine Leichtfigur und hatte den Gewinn mehrfach vor Augen. Aber dann einmal nicht den richtigen Zug gefunden und Stanke rettete sich nach genau 5 Stunden in das Remis. Spannend auch wie der älteste Turnierteilnehmer W. Hellwege H. Liebscher zunächst Paroli bot und dann das Endspiel nach 5 Stunden 15 Minuten für sich entschied. Die Kiebitze raunten, dass Liebscher mehrfach Patt erreichen konnte. Sachsen-Anhaltinische Derbys gab es mit Schütze/Nitsch (Sieger Nitsch), Katz/Funke (Katz stand auf Gewinn, lehnte Remis ab und verlor am Ende in Zeitnot). Besonders erwähnt werden muss auch, dass das „Frauenderby Dr. Just/T. Wraga“ Frau Dr. Just mit einem schönen Angriffssieg abschloss, dass Dyk nach einer Stunde gewonnen hatte und dass im Aufeinandertreffen der beiden Berufskollegen (Steuerberater) und Erststarter in Halberstadt B. Krüger gegen Blosze ein sehenswertes Matt gelang. Die Spitzenpaarungen morgen lauten Haase (4 P.) vs. Dr. Köhler (4,5 P.) sowie Prof. Petzold (4 P.) vs. Lenk (4 P.). Wolfgang Lenk muss also (vorrübergehend?) vom Tisch 1 weichen.

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Elke Rehder Schachnovelle Plakat RZ k