Sonntag, 01 November 2020 11:46

Schutz der Spieler und vor allem von deren Familien vor der fortschreitenden Verbreitung des Coronavirus - Kommentar zu Bernd Davids Beitrag, s. u.

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Liebe Schachfreunde,

ich wende mich als Präsident des SK Dessau 93 e. V. an Sie/Euch. Wir leben in einer unsicheren Zeit. Wir haben wieder erhebliche Einschränkungen des öffentlichen und des privaten Lebens. Diese gelten bis mindestens Ende November. Das kommt angesichts der globalen Entwicklung nicht überraschend. Deshalb haben auch alle überregionalen Ligen eine Entscheidung getroffen, die Saison 2019/2020 zu verlängern. Allein wir in Sachsen-Anhalt haben die Saison zu Ende gespielt und wollen eine neue Saison 2020/2021 mit straffem Zeitplan am 13.12.2020 beginnen. Das erscheint angesichts der aktuellen Entwicklung nicht sinnvoll zu sein. Die angedachte Verlängerung (Entscheidung, ob Spieltage „hinten dran gehängt“ werden) erscheint auch nicht sinnvoll. Bitte denkt daran. Es gibt auch Schachspieler mit Familien, Kindern und Enkelkindern. Wir rutschen in die Ferien. Es gibt Urlaubsplanungen …
Der SK Dessau 93 e. V. beantragt, die Saison 2020/21 nicht wie vorgesehen am 13.12.2020 zu beginnen und wie geplant durchzuführen. Eine derartige Saison würde
• zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen führen, da die (gemeldeten) Spieler aus objektiven und subjektiven Gründen im Zusammenhang mit Corona teilweise nicht an allen Spieltagen zur Verfügung stehen (eigene Zurückhaltung, ggf. Quarantäne, Spielorte in Risikogebieten, eigene Risiken, Urlaubsplanungen, Nachwuchstermine…),
• zu Problemen bei Gastgebermannschaften führen, wenn das eigene Spiellokal nicht oder nicht in der vorgesehenen Belegung genutzt werden kann (Entscheidungen der Gesundheitsämter …),
• die potentiellen Mannschaftsspieler unter Druck setzen, der aber zu irrationalen Entscheidungen führen kann.

Eine neue Beschränkung der Kontakte im Herbst (Haben wir schon aktuell mit einem dringenden Appell der Politik, Kontakte zu vermeiden) oder Winter aufgrund der Entwicklung der Infektionszahlen durch die Landesregierung könnte Mannschaftswettkämpfe regulär unmöglich machen. Der Ausweis von neuen Risikogebieten könnte es Beschäftigten unmöglich machen, an Wettkämpfen in solchen Gebieten teilzunehmen, weil sie im Falle einer Infektion oder einer verordneten Quarantäne u. U. selbst für den Arbeitsausfall aufkommen müssten.

Die zuständigen Behörden warnen schon jetzt vor größeren Veranstaltungen. Wie sich das Virus weiter ausbreiten wird, ist nicht seriös vorherzusagen. Mit organisierten Spielterminen (mit Strafen bei Nichtantritt oder Nichtbesetzung von Brettern) schaffen der Landesschachverband/der Schachbezirk zusätzliche Risiken, die über das erforderliche hinausgehen. Zu beachten ist, dass viele der Schachspieler im Land zu der besonderen Risikogruppe (Ü60 und männlich) gehören. Das betrifft unsere Mannschaften ganz besonders.
Die Sorge um die Gesundheit unserer Mitglieder und Spieler veranlasst uns als Verantwortliche eines Schachvereins dazu, für eine Risikominimierung einzutreten.

Andererseits sind wir als Vereine faktisch gezwungen, in den Ligen, die wir regulär besetzen könnten, tatsächlich Mannschaften zu melden. Würden wir dies nicht tun, würden wir später Nachteile erleiden, weil praktisch alle „neuen“ Mannschaften ganz unten beginnen müssten. Dabei wissen wir, dass es Spieler geben wird, die unter diesen Bedingungen nicht zu einem Wettkampf antreten werden. Wenn sich jedoch etwas ändern würde, wären sie wieder dabei.

Viel wichtiger als Erwachsenentermine erscheinen uns die Nachwuchstermine. Wenn wir den Nachwuchs nicht beim Schach halten können, wird unser Sport geschwächt. Die Turniere in den „U“-Bereichen sind daher aus unserer Sicht prioritär. Allerdings ist es zurzeit so, dass der Nachwuchs versucht, krampfhaft Spieltermine zu finden, wenn die Männerligen nicht spielen.

Setzt also bitte als Verantwortliche für den Spielbetrieb im Land und im Bezirk die regulären Punktspiele aus. Lasst die Spieler eigenverantwortlich entscheiden, ob sie an dezentral organisierten Turnieren freiwillig teilnehmen wollen (ob als Einzel- oder kleines Mannschaftsturnier organisiert mit maximal 4 Spielern pro Mannschaft).Lasst uns den Nachwuchs gezielt fördern und die wenigen Spieltermine für die unterschiedlichen „U“-Altersklassen freihalten. Da dient der Zukunftsfähigkeit unseres schönen Schachsports.

Wir sollten eine breite Diskussion der Vereine zulassen, nicht nur Entscheidungen des Spielleiterausschusses!
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit Schachgruß

 

Oliver Mirschinka
Präsident

Gelesen 1164 mal Letzte Änderung am Sonntag, 01 November 2020 15:06
Oliver Mirschinka

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13 Kommentare

  • Kommentar-Link Tobias Richter Montag, 09 November 2020 21:20 gepostet von Tobias Richter

    Ich bin im Wesentlichen bei Reyks Post vom 2.11.2020.
    Dass es aktuell nicht gut aussieht, ist ja allen klar. Dass der Dezembertermin mit großer Wahrscheinlichkeit flach fällt, ebenso. Die Frage ist jetzt: Muss man deswegen die komplette Planung sofort wieder über den Haufen werfen? Zumal mit Reserveterminen genau dieses Szenario antizipiert wurde? Und wenn die Zahlen ab März wieder runter gehen (oder vielleicht schon Ende Januar) - wird dann die im November abgesagte Saison wieder angesagt? Vielleicht ist eine ruhige Hand zunächst angebrachter.
    Ich möchte an dieser Stelle allen Funktionärs-Protagonisten danken, die sich jetzt und in der Vergangenheit viele Gedanken über diese schwierige Situation gemacht haben. Und die versucht haben, eine Lösung zu finden, auch wenn klar war, dass es auf jeden Fall viele unzufriedene Stimmen geben wird. Ich habe mich sehr gefreut, gegen Norbertus und Gräfenhainichen Schach spielen zu dürfen, auch wenn wir in beiden Fällen wegen Quarantänen kurzfristig auf Spieler verzichten mussten und Hygienekonzepte natürlich anstrengend sind.

    Zu einigen gemachten Vorschlägen:
    -ich bin mir nicht sicher, welchen Sinn eine Saison "ohne Wertung" hat. In einigen Ligen (BOL Magdeburg) hat die "es-geht-um-nichts(-mehr)-Stimmung nicht gerade zu gespielten Kämpfen geführt (4:4, 0:8, ...). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das an vier Brettern anders wird. Dann enden alle Spiele eben 2:2 oder 0:4 kampflos
    -die Absage überregionaler Ligen macht unter dem Hintergrund von Risikogebieten und Reiseeinschränkungen durchaus Sinn. Für Sachsen-Anhalt halte ich das ganze aktuell für übertrieben
    -Wettbewerbsverzerrung: gehört leider irgendwie dazu. Auf Bahnstreiks oder Ferientermine hat das in der Vergangenheit auch keinen Einfluss gehabt. Genauso wie auf Erkältungswellen. Gerade weil wir nur Amateursport betreiben, kann es zwar im Einzelfall sehr ärgerlich sein - aber (!) - wir spielen doch nur zum Spaß

    Eine Idee aus der eigenen Küche:
    -um die Spannung aus dem Terminplan zu nehmen (und Reisen zu reduzieren) könnte man bestehende Ligen nach geographischen Gesichtspunkten "halbieren". Dadurch würde es weniger Termine geben (5 Runden (1x spielfrei) statt 9). Man könnte großzügige Regelungen zu Verlegungen machen, wenn sich beide einig werden. Durch die geringe Anzahl an Terminen wären u.U. auch viele Outdoor-Spiele möglich (eine Regenvariante braucht man dennoch). Die Auf- bzw. Abstiegsregelung könnte im Einzelfall knifflig sein.

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  • Kommentar-Link T. Hansch Donnerstag, 05 November 2020 21:53 gepostet von T. Hansch

    Haben wir in den beiden letzten Posts nicht die "ideale" Mischung gefunden?
    Bei M. Oswald: Lasst uns so schnell miteinander spielen und wieder persönlich in Kontakt treten, sobald dies möglich ist. und bei
    S. Michel zeigt auf wie es gehen lönnte. Deutlich reduzierte Mannschaftsstärke und ohne Auf- und Abstiegsregeln. Ich halte beide Vorchläge für sehr gut und würde sie gerne kombiniert sehen.

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  • Kommentar-Link Michael Oswald Donnerstag, 05 November 2020 17:43 gepostet von Michael Oswald

    Hallo nochmal

    ich wollte nur mal noch anmerken, dass in der Landesliga lange vor jeder Entscheidung durch Martin als Staffelleiter ein Meinungsbild in den Mannschaften abgefragt wurde. Da wurde auch hinterfragt, ob und unter welchen Bedingungen gespielt werden sollte. Da kam wohl zum Beispiel auch einheitlich heraus, dass wir nicht mit Maskenpflicht spielen würden usw.
    Ich kann verstehen, dass die ständig öffentlich geschürte Panik auch mehr und mehr zur Verunsicherung und dann zu neuen Meinungen führt!?
    Man kann aber nun deshalb nicht so auftreten, als ob hier eine undemokratische "Funktionärsdiktatur" laufen würde!?

    Lasst uns lieber bald auch unter den veränderten Bedingungen Schach spielen, denn die ändern sich nicht in naher Zukunft!? Vielleicht sollten wir noch etwas an den notwendigen Maßnahmen feilen!?
    Das Virus geht auch im nächsten Jahr nicht zu hause ;-)

    Mit allen guten Wünschen
    Michael Oswald

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  • Kommentar-Link Steffen Michel Mittwoch, 04 November 2020 21:15 gepostet von Steffen Michel

    Hallo zusammen,

    natürlich wollen wir alle so schnell wie möglich zur Normalität und ans Schachbrett zurück. Aber das erscheint mir derzeit leider wenig realistisch und verantwortungsvoll. Die Corona-Zahlen steigen derzeit täglich weiter. Bereits in der zurückliegenden Saison hatten wir Quarantäne bedingte Ausfälle in der Verbandsliga. Wollen wir da wirklich eine Saison mit Auf- und Abstieg spielen, auch wenn wir nur im Amateurbereich unterwegs sind.
    Wir betreiben alle ein Hobby und neben dem Wettkampf soll es hauptsächlich Spaß machen, sich gemeinsam mit den Mannschaftskollegen zu treffen, zu reden, Schach zu spielen, auf- oder abzusteigen. Sorry, aber wem macht es Spaß, wenn man Corona bedingt einen Spieltag absagen will/muss, egal ob als Spieler, Mannschaft oder Verband, wenn Spieltage ggf. 14 Tage vorher verschoben werden, wenn die Spieltage nicht mehr planbar sind...übrigens wollte auch mein Arbeitgeber diese Woche meine Urlaubsplanung für 2021.

    Ich kann ja durchaus verstehen, dass alle Entscheidungsträger im Sinne des Schachsports einschl. der Kinder- und Jugendarbeit den Spielbetrieb aufrecht erhalten wollen. Da gilt es auch mal Danke zu sagen, für die Zeit und die Energie, das Engagement und die Verantwortung, die da alle Beteiligten investieren und übernehmen!

    Aber vielleicht sollten wir einfach mit einer Art Corona-Überbrückungssaison planen. Keine Auf- und Abstiege, freiwilliger Spielbetrieb, ggf. Einzel- oder stark reduzierte Mannschaftsstärken (4er). So könnte jeder Spieler selbst entscheiden, ob er spielen möchte oder eben nicht.
    So ermöglichen wir das Schachspielen, erzeugen aber keinen "Zwang". Keiner fühlt sich schlecht, weil er einen Wettkampf aus Angst vor Corona oder aus eigener Verantwortung wegen Corona absagt und seiner Mannschaft nicht helfen kann.

    Beim "regulären" Spielbetrieb sehe derzeit keine Chance auf Punktspiele mit den jeweils stärksten Spielern der Mannschaften. Haben wir dann noch einen fairen und von allen gewollten Wettkampfcharakter? Ich denke eigentlich nicht...

    Ich bin mir auch nicht sicher, was richtig oder falsch ist. Allerdings wird mir eine Saison unter diesen Voraussetzungen definitiv keinen Spaß machen. Und eigentlich geht es (mir) genau darum. Mein Hobby Schach mit Freunden im Verein, in Sachsen-Anhalt und sonst überall zu spielen und Spaß dabei zu haben!!!

    In diesem Sinne bleibt alle gesund und hoffentlich bald wieder mit viel Spaß alle gemeinsam am Schachbrett.

    Viele Grüße
    Steffen Michel

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  • Kommentar-Link Oliver Mirschinka Dienstag, 03 November 2020 23:04 gepostet von Oliver Mirschinka

    Vielen Dank Reyk für deinen Kommentar vom 03.11.2020, 00:17. Eigentlich hatte ich vor, mich nicht selbst mehr zu der von mir/ von unserem Verein!!! initiierten Diskussion selbst zu melden. Aber du trifftst es genau. Während wir intern diskutiert und uns zu einer Meinung durchgerungen haben, schreibst du: "Roland bemüht sich immer zeitnah in den "Informationen des Landesspielleiters" um Transparenz und Veröffentlichung der Beschlusslage."
    Das Bemühen um eine Kommunikation der Beschlusslage eines Gremiums ausgesuchter Funktionäre ...
    Warum war/ist es nicht möglich, tatsächlich mit den Vereinen/Mitgliedern eine Diskussion durchzuführen, was die Mttglieder wirklich wollen? Unsere Funktionäre haben nur unser Bestes im Sinn!!! Ich hatte versucht, mit Roland Katz am letzten Spieltag der Verbandsligasaison inhaltlich zu reden hatte aus meiner Sicht aber nur ausweichende Zwischenantworten erhalten. Ein Eingehen auf meine Bedenken gab es nicht!
    Nachdem schon nach dem Stopp im Frühjahr keine wirkliche Diskussion stattfand (Stimmen wie die von Manfred Riechert, Ralph Schlosser, Bernd David, Rainer Erler fanden keine Berücksichtigung) werden nunmehr Beschlüsse kommuniziert. Die Beschlüsse haben wir als Vereine/als Verantwortungsträger in den Vereinen als gegeben hinzunehmen. Aber es ist genau so, wie T. Hansch schreibt: Wenn ein Spieltag, der von uns für eine Mannschaft oder zwei in unserem Spielllokal angemeldet ist, abgesagt wird, können wir nicht davon ausgehen, an einem Ausweichspieltag spielen zu können. In den von uns genutzten Räumlichkeiten finden auch Tagungen und Schulungen des Stadtsportbundes statt. Angesichts des enger werdenden Terminkalenders werden wir mit solchen Terminen immer mehr kollidieren.
    Außerdem möchte ich noch etwas ergänzen, das ich bisher noch nicht mit angeführt habe. Aber ich glaube, damit stehe ich nicht allein. Ich betreibe auch noch eine andere Sportart als Ausgleich zum Schach. Ich laufe, unter anderem Halbmarathon und Marathon. Ich glaube auch, dass das durchaus für das allgemeine Wohlbefinden und die Gesund- und Leistungsfähigkeit sinnvoll sein kann. Wenn ich mich für eine Halbmarathon- oder Marathonveranstaltung anmelde, fallen dafür Startgebühren von 30€ bis 50€ und mehr an. Bisher habe ich immer versucht, derartige Termine außerhalb des festgesetzten Terminplans im Schach festzumachen. Auch deratige Veranstaltungen sind derzeit jedoch selten, die Teilnehmerfelder frühzeitig ausgebucht. Terminverschiebungen im Schach mit 14-Tage-Frist helfen da nicht wirklich weiter. Gleiches gilt für meine Urlaubsplanung. Wenn ich diese, wie von meinem Dienstherrn gewünscht, vor Jahresende abgebe, ich dabei - soweit möglich - die Ferien ausklammere, kann es sein, dass ich wegen der Saisonverschiebung an zwei bis vier Spieltagen nicht zur Verfügung stehe. Nun bin ich kein starker Spieler, auf den ein Verein oder eine Mannschaft zwingend angewiesen ist. Aber wessen Interessen sollen mit den Beschlüssen des Spielleiterausschusses eigentlich vertreten werden?

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  • Kommentar-Link T. Hansch Dienstag, 03 November 2020 16:20 gepostet von T. Hansch

    Auch der Stendaler SK spricht sich aktuell eindeutig gegen eine Fortsetzung des Spielbetriebs aus. Ein Blick auf die letzten beiden Runden des SB Magdeburg zeigt wie viele Paarungen gar nicht stattgefunden haben, wieviele "zufällig" an allen Brettern Remis endeten und wie viele Bretter zudem nicht besetzt waren. Dies geschah unter ungleich besseren Umständen, als denen mit denen wir uns heute und wohl auch im gesamten Winter beschäftigen müssen.
    Im Normalfall sind wir froh, wenn wir rechtzeitig vor einer Saison unser Spiellokal für alle Runden verbindlich mieten können. Wer kommt jetzt für die Miete auf, wenn Runden kurzfristig verschoben werden? Wer sagt, dass wir für Reservetermine da relativ kurzfristig reinkommen?
    Uns ist auch nicht klar, wie Paarungen gewertet werden, wenn vor Ort eine Begegnung abgesagt wird, weil z.B. der Gastmannschaft der praktizierte Abstand nicht ausreicht, oder der Forderung nach Maskenpflicht am Brett nicht nachkommen will. Wenn ich das richtig verstehe gibt der LSV nur Empfehlungrn und am Ende macht jeder was er will.
    Weiter oben wird von "Spaßschach" geschrieben. Da können wir Schachfreund Oswald sicher zustimmen, aber warum setzen wir dann Ab- und Aufstieg nicht für ein Jahr aus. Ungerechtigkeiten wegen Quarantäne beugen wir dann vor und wenn am Ende wegen regionaler Unterschiede nicht alle Teams genau die gleiche Rundenzahl absolviert haben, ist das nicht ganz so schlimm.

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  • Kommentar-Link Reyk Schäfer Dienstag, 03 November 2020 00:17 gepostet von Reyk Schäfer

    Hallo Sven, hallo Oliver,

    Roland bemüht sich immer zeitnah in den "Informationen des Landesspielleiters" um Transparenz und Veröffentlichung der Beschlusslage. Kürzlich ist Ausgabe 9 erschienen:
    https://www.schach-sachsen-anhalt.de/referate/landesspielleiter/1603-informationen-des-landesspielleiters-09-2020

    Dort heißt es u. a.:
    "Der Spielplan muss sich den jeweils geltenden Corona-Regelungen unterwerfen. Deshalb wird festgelegt, dass 14 Tage vor einem angesetzten Spieltag möglichst verbindlich entschieden wird, ob der Spieltag stattfindet oder nicht. Falls ein Spieltag nicht stattfinden kann, wird diese Runde komplett verlegt. Dafür wurden als mögliche Ersatztermine der 04.07. und 18.07.2021 bestimmt. In einem solchen Fall wird die für den 20.06.2021 angesetzte Relegation um den Aufstieg in die Oberliga verlegt."

    Dieser Kenntnisstand sollte Teil der Diskussion sein. Es muss also niemand annehmen, dass
    - die Entscheidung über die plangemäße Durchführung des 1. Spieltags am 13.12. bereits gefallen ist
    - in den Sommerferien gespielt werden soll.

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  • Kommentar-Link Sven Schäfer Montag, 02 November 2020 23:20 gepostet von Sven Schäfer

    Hallo Zusammen,

    ich bin ebenfalls für eine Verschiebung der Saison auf einen späteren Zeitpunkt, Gründe hierfür gibt es viele und wurden schon angeführt.

    Was ich nicht verstehe, ist die Eile und den straffen Terminplan für die Saison 20/21.
    Warum soll dies einfach durchgezogen werden, nach dem Motto, Hauptsache es wird gespielt?

    Die Vereine werden gezwungen die erspielten Klassen zu besetzen, obwohl niemand weiß, wo wir spielen, mit wem und wann.
    Ansonsten wird der Startplatz verloren.

    Die Punktspiele waren immer ein Magnet, die Termine wurden freigehalten, auch gegen Widerstände.

    Unter den jetzigen Umständen ist die Beibehaltung des 1.Spieltages der Saison 20/21 nicht nachzuvollziehen und für mich der falsche Weg.
    Ich habe mich deshalb entschlossen, an diesem nicht teilzunehmen.


    Sven Schäfer

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  • Kommentar-Link Michael Oswald Montag, 02 November 2020 19:04 gepostet von Michael Oswald

    Liebe Schachfreunde,
    ich hatte bereits im Vorfeld auf Olivers Brief geantwortet, da er mir vorher mit der Bitte um Stellungnahme geschickt wurde. Ich dachte er geht nur an das Präsidium und wird nicht hier diskutiert. Sonst hätte ich gleich hier geantwortet.
    Ist aber egal, ich kopiere meine Antwort hier einfach nochmal für alle hinein. Es fehlt nur der 1.Absatz, welcher Vereinsintern war. Am Ende ergänze ich noch kurz ein paar jetzt neu erwähnte Aspekte.
    Hier mein Mail an Oliver:

    Hallo Oliver,
     ich habe deine Anfrage an unsere Präsidiumsmitglieder und Mannschaftsleiter weitergeleitet und um eine Stellungnahme gebeten. Es habe nicht alle aber eine Mehrheit geantwortet. Die Meinung ist sehr eindeutig:
     
    Wir sind absolut nicht eurer Meinung und wünschen die Fortsetzung eines jeden Spielbetriebes, welcher erlaubt ist.
    Natürlich hat jede Einzelperson das Recht, für sich weitergehende Entscheidungen zu treffen, doch sind wir als Sportler und Funktionäre nicht kompetent, die Gefahren von Veranstaltungen so weit einzuschätzen, dass wir eine Durchführbarkeit  oder Undurchführbarkeit ableiten könnten.
    Wir sind ein Sportverband, welcher für die Durchführung seines Sports sein sollte.
    Wenn sie uns verboten wird, müssen wir das akzeptieren und auf die Richtigkeit der Entscheidungen durch die verantwortlichen Ämter und Politiker vertrauen.
    Wenn sie uns erlaubt wird, sollten wir das auch tun!
     Es ist deshalb auch einigermaßen unfair dem Verband Verantwortungslosigkeit zu unterstellen (oder anzudeuten)!?
    Es wurde uns erlaubt unseren Sport unter bestimmten Auflagen durchzuführen. Das Hygienekonzept das Schachverbandes wurde erstellt, und nun liegt es an uns diese Bedingungen zu erfüllen.
    Das ist zugegeben nicht immer ganz leicht aber doch schon machbar. Natürlich dürfen Vereine, welche Mühe mit einem geeigneten Spiellokal haben, sich nicht scheuen, Hilfe in Stadt und Gemeinde, Sportbund, Nachbarverein usw. zu suchen. Wer einfach nur sagt: „haben wir nicht / können wir nicht“ macht es sich da wohl zu leicht.
    Unsere Mitglieder zahlen auch Beitrag und haben deshalb auch ein gewisses Recht auf die Durchführung ihrer gewohnten Sportveranstaltungen! Natürlich kann es sein, dass die Wettkämpfe durch höhere Gewalt abgebrochen werden müssen. Das ist aber kein Grund, es nicht mit gutem Willen zu versuchen!!
     Was die Spielbereitschaft eurer Mitglieder angeht, kann ich nicht wirklich beurteilen. Tatsächlich habt ihr eine viel höhere Altersstruktur als wir. Ich möchte aber aus Erfahrung darauf hinweisen, dass längere Unterbrechungen meist viel mehr zu Mitgliederverlusten führen. Es gilt in der Regel „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Ich befürchte wirklich, dass sich die Situation eurer Mannschaften ein Jahr später nicht bessern wird.
    Dass ihr gezwungen seid, Mannschaften zu melden, ist absolut falsch.
    Lutz Wiegand hat bereits angefragt, ob jemand Mannschaften reduzieren möchte.
    Wir haben auch eine Mannschaft aus dem Spielbetrieb genommen!
    Dass Mannschaftsleiter potentielle Spieler unter Druck setzen, gibt es bei uns nicht!! Aus meiner Sicht, habt ihr da eine etwas zweifelhafte und übertrieben ehrgeizige Einstellung!?
    Dieser Gedanke drängt sich auch auf, wenn ihr von späteren Benachteiligungen sprecht!?
    Ihr werdet nicht sanktioniert! Wenn vielleicht eine Mannschaft dann später statt in der BL in der BKL spielt, ist das nicht wirklich ein Nachteil. Dort kann man auch mattsetzen (oder gesetzt werden).
    Damit komme ich auch gleich kritisch zum empfohlenen freiwilligen „Spaßspielbetrieb“.
    Was ist denn bei euch los? Das Schachspielen ist immer freiwillig!!
    Und eigentlich haben wir ja den „Spaßspielbetrieb“, denn wir sind Amateure (keine Profis) und spielen natürlich nur für Spaß und Freude!
     Also wir wünschen uns, dass ihr und alle anderen mit uns spielen, wenn wir dürfen und freuen uns auf jeden erlaubten Wettkampf.
    Ich wünsche euch alles Gute.
    Viele Grüße
    Michael

    So weit die Mail an Oliver.
    Jetzt möchte ich noch hinzufügen, dass der Hinweis auf den doch "wichtigeren Nachwuchs" eigentlich eher eine Täuschung ist. Der Nachwuchsspielbetrieb ist stark reduziert: U20 = 1Spiel, U16 geteilte Vorrunden (Finalmannschaften spielen nur 3x /betrifft unsere U16-1), U12 geteilte Vorrunden, U14 vielleicht irgendwann 1 Turnier, U10 fängt in ferner Zukunft an (vielleicht), Einzel??, Cups??, Schu8lschach?? usw.
    Und nun sollen unserer Jugend auch noch die Herrenmannschaften genommen werden, welche sie gerade im Begriff sind für sich zu erobern!!
    Was glaubt ihr, was die Jugend in der Zeit machen wird?! Auf uns warten?! 1 Jahr? 2 Jahre? vielleicht länger?!
    Also ich halte auch Uwe für etwas "blauäugig", wenn er Frau Merkel glaubt, dass er da wieder anfangen kann, wo er aufgehört hat, wenn er "schön vernünftig" ist. Erfahrungsgemäß bekommt man nichts wieder zurück, was einmal vorbei ist, und man sollte sich deshalb gut überlegen, was man aufgeben will!!
    Mit Blick auf den offenen Brief von Dirk Helbig möchte ich mich bei allen sehr bedanken, die sich in dieser schwierigen Situation Gedanken und Mühe um die Fortsetzung unseres Sportbetriebes gemacht haben. Ihr habt da nichts falsch gemacht und auf keinen Fall verantwortungslos gehandelt. Im Gegenteil, ihr seid unserer eigentlichen Verantwortung, nämlich deutlich zu machen, dass wir nicht auf einen "nicht unbedingt notwendigen sozialen Kontakt" zu reduzieren sind, nachgekommen.

    Ich hoffe, wir spielen weiter gemeinsam Schach und wünsche allen Gesundheit und Mut!
    Michael Oswald
    1.SC Anhalt

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  • Kommentar-Link Oliver Mirschinka Montag, 02 November 2020 16:17 gepostet von Oliver Mirschinka

    Nachricht des CFC Germania Köthen:

    Lieber Schachfreund Oliver Mirschinka,

    für den Verein CFC Germania Köthen unterstütze ich Deinen Vorschlag einer Aussetzung des Spielbetriebs im Erwachsenenbereich. Das gilt unabhängig von bereits erfolgten Mannschaftsmeldungen, da wir möglicherweise personell und räumlich erhebliche Probleme mit der Spielbereitschaft im Dezember haben könnten.

    Wir werden außerdem vorläufig an keiner Punktspielrunde im Jugendbereich teilnehmen.

    Meiner Ansicht nach sollte über eine Ansetzung von Mannschaftswettkämpfen sowohl im Erwachsenen- als auch im Jugendbereich erst ab Februar 2021 neu beraten werden.

    Da du keinen Email-Verteiler beigefügt hat, kannst Du vielleicht die (hoffentlich eingehenden) Antworten aus den Vereine bündeln und an die Zuständigen weitergeben. Vielen Dank für Dein Engagement!

    Mit freundlichem Schachgruß

    Georg Heun

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