DSB-News

  1. Udo Loos, Spieler des gastgebenden Post SV Neustadt, hat sich den Titel des diesjährigen Rheinland-Pfalz-Meisters der Senioren gesichert. Mit einem nicht zu erwartenden Sieg gegen Fedor Dushatskiy (Neuenstadt) gelang ihm mit 6,5 Punkten der Sprung von Platz 17 der Setzliste auf Platz 3 der Gesamtwertung. Da die zwei vor ihm liegenden Schachfreunde nicht für einen rheinland-pfälzischen Verein spielen, konnte er sich über seinen ersten RLP-Titel freuen. Die beiden topgesetzten FIDE-Meister Horst Degenhardt und Gerhard Biebinger erzielten als einzige Spieler 7 Punkte. Den Turniersieg errang Degenhardt dank der etwas besseren Buchholzwertung. 81 Schachfreunde aus nah und fern hatten sich auf den Weg in den GDA-Wohnstift Neustadt an der Weinstraße gemacht, um im klimatisierten Festsaal an die Bretter zu gehen.

  2. Dr. Georg Hamm war von 2009 bis 2011 Referent für Seniorenschach im Deutschen Schachbund und zuvor zwei Jahre in der gleichen Funktion im Landesschachverband Sachsen-Anhalt tätig. Mit dem am Montag verstorbenen Günter Reinemann verband ihn eine jahrzehntelange Freundschaft. Nachfolgend sein ganz persönlicher Nachruf.

  3. Am 16. Juli 2018 ist der langjährige Präsident und Ehrenpräsident des Landesschachverbandes Sachsen-Anhalt, Dr. Günter Reinemann, nach schwerer Krankheit verstorben. Der Landesschachverband und der Deutsche Schachbund verlieren mit ihm einen extrem zuverlässigen und bescheidenen Menschen, der sich jahrzehntelang im Schachsport hingebungsvoll engagierte.

    In seiner präsidialen Amtszeit von 1999 bis 2015 entwickelte sich das Schach in Sachsen-Anhalt mit Hilfe seines Teams in unnachahmlicher Weise. Der Mitgliederbestand wurde gefestigt und im Nachwuchs gab es sogar eine steigende Tendenz. Die Finanzen wurden auf eine solide Basis gestellt, die Lizenzen bei den C-Trainern innerhalb von acht Jahren verdoppelt. Mannschaften und Spieler aus der Jugend feierten deutschlandweit Erfolge und holten Titel und Medaillen nach Sachsen-Anhalt. Zudem richtete der Landesschachverband zahlreiche nationale und internationale Meisterschaften aus, exemplarisch dafür steht die Deutsche Einzelmeisterschaft 2006 in Osterburg und die Seniorenweltmeisterschaft 2004 in Halle.

    Auch auf Bundesebene im Arbeitskreis der Landesverbände (AKLV) hatte das Wort von Günter Reinemann stets Gewicht und seine Meinung wurde sehr geschätzt. Es war deshalb selbstverständlich, dass der Deutsche Schachbund seine Verdienste auf allen Ebenen auf dem Bundeskongress 2015 in Halberstadt mit der Verleihung der Goldenen Ehrennadel würdigte.

  4. Drei junge Spieler vertraten die deutschen Farben bei den Europäischen Schulschachmeisterschaften vom 29. Juni bis 8. Juli in Krakow (Polen). Philipp Klaska vom Düsseldorfer Schachverein 1854 und Vinzenz Schilay vom SK Neumarkt gingen in der Altersklasse U9 an den Start. Philipp startete mit 4,5 aus 6 sehr vielversprechend. Nach der Niederlage in Runde 7 gegen den späteren Sieger ging dann leider nichts mehr und er beendete das Turnier mit 4,5 Punkten aus 9 Runden. Vinzenz sammelte wertvolle Turniererfahrung und kämpfte sich nach drei unglücklichen Niederlagen ins Turnier und kam im Schlussspurt mit 4 aus 9 noch zu einer guten Punkteausbeute. Lorenz Schilay, wie sein jüngerer Bruder vom SK Neumarkt, ging in der Alterklasse U17 an den Start und lieferte sich lange und harte Gefechte mit schwerer Gegnerschaft. Am Ende standen für ihn 2,5 Punkte zu Buche. Die Trainer Verena Wunderlich (Düsseldorfer Schachverein 1854) und André Schilay (SK Neumarkt) unterstützten unsere Spieler vor Ort und genossen den internationalen Flair und die sehenswerte Stadt Krakow.

  5. Am gestrigen Sonntag wurden in Radebeul die 6. Senioren-Mannschafts-Weltmeisterschaften beendet. In der Kategorie 50+ (67 Mannschaften, viele Großmeister) setzte sich die USA, in der Kategorie 65+ (61 Mannschaften) Russland durch. Während das russische Team mit solchen Legenden wie GM Jewgenij Sweschnikow, GM Juri Wasjukow und GM Naum Raschkowski mit 18:0 Mannschaftspunkten praktisch durchspazierte, machten es die Vereinigten Staaten von Amerika spannender. Sie benötigten in der letzten Runde Schützenhilfe von Deutschland. Die bekamen sie auch, denn das Team um GM Philipp Schlosser an Brett eins bezwang England mit 2½:1½. Matchwinner war hierbei IM Karsten Volke, der GM James Plaskett besiegte. Für eine eigene Medaille reichte es zwar trotzdem nicht mehr, aber die USA wurden dadurch zum Weltmeister befördert.

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